Suche

Meeting November 2026

Julie Meyer - Zwischen Nürnberg und New York

17.11.2026, 18:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hotel Victoria, Königstraße 80, Nürnberg

Referentin: Prof. Dr. Gabriele Franger-Huhle

Die Referentin des Abends arbeitete an der Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg. Für ihr Engagement zur Internationalisierung der Hochschule und insbesondere der Fakultät für Arbeit und Soziales erhielt Prof. Dr. Franger-Huhle 2014 die Ehrenmedaille der Stadt Coburg. Sie ist außerdem im Vorstand des Zentrums für interkulturelle Frauenalltagsforschung und internationalen Austausch (Frauenmuseum Fürth) tätig.

Der Vortrag handelt von Julie Meyer, die am 15. Januar 1897 als Tochter des jüdischen Bankiers Max Meyer und seiner Frau Sabine, geb. Feuchtwanger, in Nürnberg auf die Welt kam. Sie studierte unter anderem bei Max Weber in München und Erlangen Soziologie, Wirtschaft, Jura, Philosophie und Geschichte. 1922 promovierte sie mit einer Arbeit über die Entstehung des Patriziats in der Freien Reichsstadt Nürnberg.  

Sie war eine politische Frau, engagierte sich in der Deutschen Demokratischen Partei, wo sie ab 1927 im Vorstand der Nürnberger Ortsgruppe war. Ab 1922 gab Julie Meyer als Dozentin der Nürnberger Volkshochschule Kurse für Recht, Arbeitslehre, Wirtschaft und Soziologie. Nachdem die Situation für sie ab 1933 immer bedrohlicher wurde, gelang ihr 1937 die Auswanderung in die USA. Neun Jahre nach ihrer Emigration wurde sie als Assistenzprofessorin für Soziologie und Ökonomie an der renommierten New School for Social Research berufen, zwei Jahre später ist sie bereits ordentliche Professorin und arbeitete dort bis zu ihrer Emeritierung 1967.

Julie Meyer-Frank starb 1970 in New York. Auf ihren Wunsch wurde ihre Asche in Nürnberg auf dem Israelitischen Friedhof beigesetzt.