International Inner Wheel | District 88 CLUB NÜRNBERG – ST. LORENZ

Hilfe in der Krise und Vortrag

Club Meeting April 2020

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff und beeinflusst auch unser Club-Leben. Entsprechend der geltenden Kontaktbeschränkungen wurde unser monatliches Club Meeting im April als Video-Konferenz durchgeführt.

Unsere Präsidentin Andrea Fischer freute sich über die rege Beteiligung der Freundinnen an dem neuen Format. Unsere gemeinnützige Arbeit konzentriert sich derzeit auch auf Hilfe und Unterstützung für Menschen und Einrichtungen, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. So unterstützen wir finanziell das Obdachlosenfrühstück der St. Martha-Kirche in Nürnberg, die Telefonseelsorge Nürnberg sowie den Corona-Hilfsfond „Play it forward“ für freischaffende Künstler und Musiker, eine Initiative von Bridging Arts in Nürnberg.

Im Anschluss an die Regularien und Informationen aus dem Vorstand präsentierte unsere Freundin Chuka Schlosser einen informativen und interessanten Vortrag über ihre Heimat, die Mongolei.

Die Mongolei

Die parlamentarische Republik Mongolei (geografisch: Äußere Mongolei) ist viermal so große wie Deutschland, hat jedoch nur rund 3 Millionen Einwohner. Mit 1,3 Millionen Menschen leben 45% der Bevölkerung in der Hauptstadt Ulan-Bator. Die Mongolei ist eine sehr junge Gesellschaft, fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt.

Der Binnenstaat liegt im östlichen Teil Zentralasiens zwischen Russland im Norden und der Volksrepublik China im Süden. Die Hälfte des Landes besteht aus Wüste und Steppe, ein Drittel aus Hochgebirge. Es herrschen große klimatische Unterschiede mit bis zu minus 30 Grad kalten Wintern und extrem heißen Sommern.

Wirtschaftlich gesehen ist die Mongolei stark von China abhängig. Etwa 80 % des Exports von landwirtschaftlichen Produkten und Bodenschätzen gehen an den großen Nachbarn.

Ein Land der Nomaden

Das Territorium der heutigen Mongolei wurde seit jeher von Nomaden beherrscht, bereits vor Beginn der christlichen Zeitrechnung vereinigten sich Reiternomaden zu großen Volksstämmen. 1206 gründete Dschingis Khan das Mongolische Reich, das sich über Asien bis nach Europa erstreckte.

Die Mongolei beheimatet eine der letzten überlebenden Nomadenkulturen der Welt. Heute gibt es noch etwa 900.000 Nomaden, die in den Weiten der Steppe leben und die Traditionen ihrer Vorfahren fortzuführen. Je nach Gegend ziehen die Nomaden etwa drei- bis zehnmal im Jahr um, in den Wüstengebieten sogar bis zu zwanzigmal. Die Nomaden leben direkt von den Erzeugnissen ihrer Tiere: Kühe, Yaks, Kamele, Schafe, Ziegen und Pferde.

Die traditionelle Behausung sind Jurten, eine Art rundes Zelt. Eine Jurte ist ein Holzgerüst, über das Decken aus Filz gelegt werden. Sie kann schnell auf- und abgebaut werden und ist so konstruiert, dass sie sehr klein verpackt werden kann, sodass die Jurte relativ einfach zu transportieren ist. Die Inneneinrichtung der Jurte erfolgt anhand überlieferter Vorgaben für die Raumaufteilung und Möblierung.

Zur mongolischen Kultur gehören auch die klassischen Feste, wie das Naadam Fest, bei dem Ringkämpfe, Bogenschießen und Pferderennen im Mittelpunkt stehen. Die farbenprächtigen Trachten spiegeln die Vielfalt und Kultur der mongolischen Nomaden wider.

Bildnachweis

1. Bild: Blick auf Ulaanbaatar mit dem Blue Sky Tower. Von Zazaa Mongolia - Selbst fotografiert, CC BY-SA 4.0,https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45568112

2.Nomaden Famile im Norden der Mongolei. Bild: Jungfernkraniche im Nordwesten der Mongolei. Von Florian Nessler - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54978418

3. Bild: Jurte. Von Reisedoktor - Reisedoktor.com, CC BY-SA 4.0,https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37060485

4. Bild: pixabay

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