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Vortrag März Meeting 2018

Der Ritterorden - Einsatz für Christen im Heiligen Land

Ein Vortrag von Frau Cornelia Kimberger

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem wurde 1868 gegründet. Er zählt neben dem Malteserorden zu den zwei Päpstlichen Ritterorden und steht als juristische Person des kanonischen Rechts direkt unter dem Schutz des Heiligen Stuhls. Dem Orden gehören sowohl katholische Laien (männlich oder weiblich) als auch Geistliche an.

Aufgabe des Ordens ist es seitdem, die Katholische Kirche im Heiligen Land (Israel, Palästina -Gazastreifen/Westjordanland-, Jordanien, Zypern) zu fördern und durch weltweite Aktivitäten Hilfe zu organisieren. Insbesondere engagiert man sich für das vielfältige Wirken des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, um die Minderheit der Christen im Heiligen Land durch soziale Hilfen für Schulen, Heime, Waisenhäuser und Krankenhäuser zu unterstützen.

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem unterhält 63 Pfarren und 42 Schulen mit insgesamt 20.000 Schülern. Es wird finanziell maßgeblich durch den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem unterstütz.

Schwierige Lebensbedingungen

Die Lage der christlichen Minderheit ist in vielen Bereichen schwierig. Zu den religiösen Verfolgungen kommen andere Gründe hinzu: mangelnde Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bezahlbarer Wohnung ist kaum verfügbar, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, schlechte Krankenversorgung und hohe Gebühren für eine gute Ausbildung.

Besonders in Gaza ist die Lage für die dort lebenden 1.200 Christen (davon 120 Katholiken) fatal. Die Jugendlichen besuchen keine Schule, haben keine Arbeit, keine berufliche Perspektive, sind arm und zu 75 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem leistet seit vielen Jahren Hilfe, um die Lage der Christen im Heiligen Land zu verbessern. So hat der Orden im letzten Jahr ca. 2 Millionen Euro zweckgebundener Spenden aufgebracht, insbesondere für Schulgeld (Schulstipendien) , Medizinische Hilfen, Arztbesuche , Nahrung , Kindergärten, Kinderkrippen , Altenheime und Pfarrarbeit (Kinder-/Jugendbetreuung, Frauengruppen, Sommerlager).

Der Orden setzt sich dafür ein, dass die Menschen in Würde, Liebe, Hoffnung und Zuversicht leben können. Er tritt ein für ein gewaltfreies, furchtloses Miteinander und dem Geist des christlichen Glaubens zur Nächstenliebe ein.

Die Referentin

Cornelia Kimberger lebt in Fürth und bereist seit über 15 Jahren mehrmals jährlich mit unterschiedlichen Gruppen das Heilige Land. Sie betreut als Vorsitzende der Heiligen-Land-Kommission des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem unterschiedliche soziale Projekte in Israel.

Bildmaterial: Mathieu CHAINE, Cornelia Kimberger

 

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